Der Ansatz

Management von VUCA und Diversität

Führungskräfte haben es mit immer anspruchsvolleren Situationen zu tun. Dies deshalb, weil der «VUCA-Anteil» typischer Management-Situationen kontinuierlich steigt. Gleichzeitig sind immer mehr Personen an Entscheidung und Umsetzung beteiligt, die deutlich unterschiedliche Ansprüche haben – was nicht zuletzt mit veränderten Werten und Grundhaltungen von Generation Z und Post-Millenials zusammenhängt.

Klassische Management-Methoden versagen in solchen Situationen, weil sie weder der Komplexität noch den Ansprüchen von Beteiligten und Betroffenen gerecht werden.

Die Methoden des Generativen Business Managements wurden spezifisch für VUCA-Situationen entwickelt und erlauben es, die Kräfte der Beteiligten in Richtung Lösung zu bündeln. Damit wird eine hohe Team-Kohäsion erreicht und die Motivation geschaffen, mit Hindernissen auf dem Weg zur Lösung konstruktiv umzugehen.

Immer mehr VUCA

Hohe Volatilität bedeutet, dass Prognosen nur für einen sehr kurzen Zeitraum gültig sind. Langfristig ergeben sich so hohe Abweichungen, dass Voraussagen unbrauchbar werden oder nur eine sehr eingeschränkte Gültigkeit besitzen.

«Uncertainty» bedeutet, dass die zur Entscheidungsfindung benötigten Informationen nicht oder nicht in ausreichendem Masse vorhanden sind (und auch kurzfristig nicht gewonnen werden können).

Komplexität bedeutet, dass das System viele Elemente mit vielen Beziehungen hat, die sich zeitlich laufend verändern und sich deshalb kaum fassen lassen.

«Ambiguity» heisst Vieldeutigkeit und bedeutet, dass vorhandene Informationen auf unterschiedlichste Art und Weise interpretiert werden können. Es kann nicht bestimmt werden, welche Interpretation die richtige ist.

Alle diese Faktoren führen dazu, dass «einfache, schnelle, unkomplizierte» Entscheidungen immer seltener zu befriedigenden Lösungen führen.

Immer mehr Diversität

Wir haben es heute in der Arbeitswelt mit Menschen aus vier Generationen zu tun: Boomers, Generation X, Generation Y und Generation Z. Untersuchungen zeigen, dass sowohl die Charakteristik als auch die Grundhaltungen, Werte und Ansprüche deutlich unterschiedlich sind und das Delta von Generation zu Generation noch zunimmt.

Eine der wichtigsten – allerdings oft gerade für Senior Management schwer zu verstehenden – Unterschiede ist, dass Mitarbeitende der jungen Generationen entweder eine Arbeitsstelle gar nicht antreten oder die Organisation verlassen, wenn ihre Werte nicht erfüllt werden oder sie keinen Sinn in ihrer Tätigkeit sehen.

Die Generationenunterschiede führen zu einer hohen Diversität, die im Kern ein Potenzial darstellt, im heutigen Management-Alltag jedoch oft als «lästiger Umstand» empfunden wird.

High-Performance-Organisation

Eine Organisation ist dann eine High-Performance-Organisation, wenn sie eine hohe Leistung erzielt. Das bedeutet möglichst viel Arbeit pro Zeiteinheit.

Arbeit ist, physikalisch betrachtet, Kraft mal Weg. Kraft ist jedoch eine gerichtete Grösse: viel Arbeitskraft bedeutet noch lange nicht, dass alle Teilkräfte in die gleiche Richtung wirken! Es geht darum, die Arbeitsleistung der Beteiligten in die gleiche Richtung zu bündeln. Das ist die erste Aufgabe. Die zweite Aufgabe besteht darin, sicherzustellen, dass die Richtung die gewünschte ist. Der gemeinsam eingeschlagene Weg soll zu einer langfristig tragfähigen Lösung führen.

Wir brauchen also eine Sammlung von Methoden, die

  • den richtigen Weg identifiziert und
  • die Arbeitkraft der Beteiligten in Richtung dieses Weges so bündelt,
dass eine für alle befriedigende Lösung erarbeitet und umgesetzt werden kann.

Die zwei Prinzipien des Generativen Business Managements

Generatives Management ist eine Sammlung von Methoden, die auf zwei Prinzipien beruht.

  1. Zuerst die Absicht, dann das Ziel.
  2. Gemeinsame Präsenz schafft Ausrichtung.

Gerade in VUCA-Situationen ist der Druck gross, möglichst rasch ein Ziel zu definieren. Wird diesem Druck allzu schnell nachgegeben, besteht das Risiko, dass die neuen Ziele nur Abwandlungen alter Zielsetzungen sind und den VUCA-Anforderungen nicht genügen.

Generatives Business Management setzt eine Ebene über dem Ziel an und definiert zuerst die Absicht. Diese hat eine wesentlich höhere Konstanz als die Ziele, die anschliessend aus der Absicht entstehen.

Das Entstehenlassen der Absicht erfolgt, indem sich die Beteiligten individuell und als Team in einen Zustand hoher Präsenz begeben. Daraus entsteht automatisch ein Flow, in dem Diversität nicht als Hindernis, sondern als Ressource wirken kann.

Generatives Business Management als Fähigkeit

Generatives Business Management besteht aus einer Sammlung von Methoden, die man lernen kann: individuell und als Team.

Die Methoden sind eine business-taugliche Mischung aus Ansätzen unterschiedlichster Herkunft:

  • Mindfulness (Dr Jon Kabat-Zinn)
  • Search Inside Yourself (Google)
  • Generatives Coaching (Dr Stephen Gilligan)
  • Flow (Dr Mihaly Csikszentmihalyi)
  • InnoCoaching (Dr Christian Bodmer)
  • Agilität
  • Holocracy und Sociocracy 3.0
  • System Dynamics (Dr Jay W. Forrester)
  • Reinventing Organizations (Frédéric Laloux)

Die Methodensammlung wurde in den letzten 10 Jahren systematisch entwickelt, um eine hohe Anschlussfähigkeit in Organisationen sicher zu stellen. Das systematische Vorgehen stellt sicher, dass der «generative Muskel» sorgfältig trainiert und aufgebaut wird, damit sich die gewünschten Erfolgserlebnisse rasch einstellen.